Am
Hederufer ist der Ölmühle eine Holzschuhmacherwerkstatt mit
restaurierten Maschinen und Werkzeugen dieses längst vergessenen
Handwerks angegliedert.

Die
Einweihung fand im Jahre 1996 durch Herrn Pastor Rüsing und den
Minister des Inneren des Landes Nordrhein Westfalen, Franz Josef Kniola
statt.
Bestückt
ist die Werkstatt mit Maschinen, die ab 1936 bei der Firma Jürgens
Emsdetten gefertigt wurden.
Die ersten Maschinen dieser Art konnten nur jeweils einen Holzschuh in
einem Arbeitsgang fertigen.
Durch
Umstellen der Getriebe konnte jeweils mit dem Musterschuh -Eisen oder
Holz- ein linker oder rechter Holzschuh von außen gefräst werden.
Durch Verstellen der Abtasttechnik konnte mit einem Musterschuh in
Größe 42 auch ein 41-, 40- oder 43er Schuh gefertigt werden.
Die
Innenkopiermaschine brauchte für jede Größe und Seite den richtigen
Musterschuh.
Gefertigt
wurden die Holzschuhe aus Pappel oder Weide, also aus harzfreiem Holz,
das zudem nicht zu schwer war.
Der
gute Holzschuhmacher konnte an einem Tag mit der Hand ca. 10 Paar
Holzschuhe mit Zugmesser und Bohrer fertigen. Die Maschinen schafften,
wenn sie gut eingerichtet waren, die gleiche Menge in einer Stunde.
Heutige Maschinen fertigen vollautomatisch 5 Holzschuhe gleichzeitig in
einem Bruchteil der Zeit.
Durch Einführung der Industriemaschinen wurde das
Holzschuhmacherhandwerk mit Meistern, Gesellen und Lehrlingen
arbeitslos.
Innungen hatten bis etwa 1960 Bestand.